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Interview mit N24

   
FOTO D M Balou in der JVA Bützow
   
   

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Galerie Update:  Freitag, 13. Januar 2012

 

   
       

März 2009

Die Kynos-Stiftung hat deutschlandweit das 1. Pilotprojekt in der JVA Bützow, in Mecklenburg Vorpommern, gestartet. Es geht zum einen um die Resozialisierung von Häftlingen und zum anderen natürlich um die Vorbereitung unserer Hunde, für ihre weitere Ausbildung zu Assistenzhunden.

Normalerweise werden Assistenzhunde das erste Lebensjahr von einer Patenfamilie betreut. Dort erhalten sie ihre Grundausbildung und werden speziell sozialisiert. Es gibt Richtlinien in der Ausbildung, denn Assistenzhunde müssen ganz besonders geprägt werden.

Nach der Grundausbildung werden die Hunde von geschulten Fachtrainern getestet, ob und in wie weit sie sich zu einer Spezialausbildung zum Blindenführhund, Behindertenbegleithund, Therapiehund, Anfallswarnhund, etc. eignen.

Erst danach gehen die Hunde zu den Fachtrainern und werden hier in den jeweilig benötigten Hilfeleistungen trainiert. Dies Spezialausbildung dauert ca. ein halbes Jahr.

Bevor dann aber der Hund seinen Ausweis und seine Kenndecke erhält, muss er als Team mit seinem neuen Besitzer sehr gut zusammengewachsen. Es gibt eine Teamschulung und eine unter Traineraufsicht geführte 14-tägige Einführung zu Hause. Auch für den neuen Besitzer ist es nicht so einfach, denn er muss sich mit den Kommandos und natürlich mit seinem "Helfer auf vier Pfoten" vertraut machen.

 

Bei dem o. g. Pilotprojekt durften drei Häftlinge jeweils einen Hund für ein halbes Jahr betreuen. Ein Trainer der Kynos-Stiftung betreute die Häftlinge und trainierte mit ihnen gemeinsam die Hunde in der Grundausbildung. Die Hunde wurden auch sehr gut sozialisiert, denn sie waren 24 Stunden am Tag bei den Häftlingen und bei der Arbeit. Laute Geräusche, wie z.Bsp. in der Tischlerei, Rollstühle und Gehstützen auf der Krankenstation, das alles lernten sie von klein auf kennen.

Alle drei Hunde wurden schweren Herzens nach einem halben Jahr wieder an die Stiftung übergeben und sind heute geprüfte Assistenzhunde. Darauf können die drei Häftlinge und alle Beteiligten der Kynos-Stiftung wirklich sehr stolz sein. 

Da ich selbst bei der Kynos-Stiftung als Trainerin beschäftigt bin und Balou ein von der Stiftung geprüfter Assistenzhund ist, wurden wir gebeten, vor großem Publikum und vielen Vierbeinern eine Vorführung zu geben, um einen Eindruck der Arbeit eines Assistenzhundes zu vermitteln. Das haben wir mit großer Freude getan. Die Fotos geben einen kleinen Einblick.

Der Presseandrang war enorm groß und so haben Balou und ich eine Woche später noch eine Dokumentation für RTL bei uns zu Hause gedreht.

Das Pilotprojekt war ein großer Erfolg und es gibt schon Anfragen anderer JVA's.

Die Arbeit von Assistenzhunden ist so wichtig und gehört in unsere Gesellschaft. Leider werden von der Krankenkasse nur Blindenführhunde als Hilfsmittel anerkannt und so kämpfen in ganz Deutschland viele Menschen dafür, dass auch andere Assistenzhunde, deren Arbeit genauso wichtig ist, von den Krankenkassen anerkannt und finanziell übernommen werden.

Die Ausbildung eines solchen Hundes ist nicht einfach und braucht viel fachliches Wissen und Einfühlungsvermögen - sowohl für die Hunde - als auch für die behinderten Menschen. Deshalb ist die Ausbildung sehr umfangreich und sehr teuer.

 

Helfen auch SIE mit, wieder ein Stück Lebensqualität, Unabhängigkeit und Glück zu geben, indem Sie Pate werden, oder durch Ihre Spende dafür sorgen, dass kranke Menschen durch die Hilfe und seelische Unterstützung eines Assistenzhundes mehr in unsere Gesellschaft rücken und ihr Leben unabhängiger und eigenverantwortlich meistern können!

Ihre Spende bitte an die Kynos-Stiftung - Hunde helfen Menschen